Ekale ihr Lieben,
es gibt mal wieder einiges zu berichten, da aber das Internet so lahmi und die Tastatur echt bescheiden ist beschraenke ich mich einfach auf ein paar Geschichtchen.
Ich habe jetzt ein Haustier: Amanda das Huhn. Wir Freiwilligen haben sie als Geschenk bekommen und liesen Amanda selbst entscheiden, ob sie weiter leben moechte oder doch lieber im Kochtopf schmoren will. Also raus aus der Vorratskammer auf den Hof. Wenn sie innerhalb eines Tages ein Ei legt bleibt sie uns erhalten wenn nicht kommt das grosse, stumpfe Messer zum Einsatz. Und siehe da: ein Ei! Also hat das Schicksal entschieden dass ich eine persoenliche Fruehstueckseimachmaschine bekomme:)
Am Wochenende war dann Besuch aus Ibadan bei uns auf dem Land. 5 weitere Freiwillige mussten bei uns im Zimmer untergebracht werden. Vier im Ehebett und rechts und links nochmal, bis das Zimmer zum Anschlag voll war... Aber ging gut, man ist ja mittlerweile an alles gwohnt. Wir kochten wie die Weltmeister, vom indischen Curry mit Reis ueber Maccaroni mit Tomatensosse, Griesbrei mit frischen Fruechten, bis hin zum Apfel- und Schokokuchen... Wir machten viele Ausfluege, zum Beispiel nach Osogbo in einen schoenen Wald mit Yorubafiguren aus Stein (die Ruhe dort war ja fast nicht auszuhalten. Kein gehupe, keine Autos, nur Vogelgesang und Natur. Man hat den Bambus wirklich wachsen hoeren koennen), besuchten unseren Markt oder tauschten uns einfach mal wieder untereinander aus.
Das eine oder andere mal wurden wir auch patschenass als wir es nicht mehr rechtzeitig nach Hause schafften. Die Strasse wurde zum Fluss und wir wateten bis auf wadenhoehe im Schlamm und in den Fluten. Dazu noch war es dunkel, steinig und auf einmal so wahnsinnig kalt. wir waren so nass, so nass kann man im Schwimmbad nicht werden und dann nur ein kleines Zimmer fuer so viel Leute mit so dreckigen klamotten... Einfach ein kunterbuntes und witziges Wochenende!
Dann habe ich mich die Woche schon mit einem Amerikaner unterhalten, der seit 2 Jahren in Nigeria wohnt und Gelder der USA (500 000 000 Dollar im Jahr) an Aidsprojekte in Nigeria verteilt. Er ist Sozialpaedagoge und fuer den kompletten HIV/AIDS-Bereich im Land zustaendig. Was er erzaehlt und bereits erfahren hat war wahnsinnig spannend. Und selbst er meinte, dass er schon in einigen Laendern Afrikas gelebt hat, aber Nigeria sei da doch anders als das restliche Afrika. Er ist sich sicher wenn ich es hier schaffe, dann schaffe ich es ueberall auf der Welt und bekomme einen starken Charakter. Aber ich muss ehrlich sagen, so schlimm finde ich nigeria gar nicht:) Wuerde euch echt wahnsinnig gerne mein Leben hier zeigen wenn es nur fuer einen Tag waere. Moni du wuerdest die Krise bekommen;) Oder du waerst so ueberwaeltigt, dass du an Krise gar nicht denken koenntest...
Jetzt muss ich mich aber auf den Heimweg machen, denn sonst komm ich nach Hause wenn es dunkel wird und das wollen wir ja auch nicht. Meld mich mal wieder sobald ich die Moeglichkeit habe. Ach ja und Roecke sind das einzig wahre, was man hier anziehen kann... hab mich mittlerweile schon daran gewoehnt. (Hab ich das gerade geschrieben...?)
Liebe Gruesse,
die Tanja
es gibt mal wieder einiges zu berichten, da aber das Internet so lahmi und die Tastatur echt bescheiden ist beschraenke ich mich einfach auf ein paar Geschichtchen.
Ich habe jetzt ein Haustier: Amanda das Huhn. Wir Freiwilligen haben sie als Geschenk bekommen und liesen Amanda selbst entscheiden, ob sie weiter leben moechte oder doch lieber im Kochtopf schmoren will. Also raus aus der Vorratskammer auf den Hof. Wenn sie innerhalb eines Tages ein Ei legt bleibt sie uns erhalten wenn nicht kommt das grosse, stumpfe Messer zum Einsatz. Und siehe da: ein Ei! Also hat das Schicksal entschieden dass ich eine persoenliche Fruehstueckseimachmaschine bekomme:)
Am Wochenende war dann Besuch aus Ibadan bei uns auf dem Land. 5 weitere Freiwillige mussten bei uns im Zimmer untergebracht werden. Vier im Ehebett und rechts und links nochmal, bis das Zimmer zum Anschlag voll war... Aber ging gut, man ist ja mittlerweile an alles gwohnt. Wir kochten wie die Weltmeister, vom indischen Curry mit Reis ueber Maccaroni mit Tomatensosse, Griesbrei mit frischen Fruechten, bis hin zum Apfel- und Schokokuchen... Wir machten viele Ausfluege, zum Beispiel nach Osogbo in einen schoenen Wald mit Yorubafiguren aus Stein (die Ruhe dort war ja fast nicht auszuhalten. Kein gehupe, keine Autos, nur Vogelgesang und Natur. Man hat den Bambus wirklich wachsen hoeren koennen), besuchten unseren Markt oder tauschten uns einfach mal wieder untereinander aus.
Das eine oder andere mal wurden wir auch patschenass als wir es nicht mehr rechtzeitig nach Hause schafften. Die Strasse wurde zum Fluss und wir wateten bis auf wadenhoehe im Schlamm und in den Fluten. Dazu noch war es dunkel, steinig und auf einmal so wahnsinnig kalt. wir waren so nass, so nass kann man im Schwimmbad nicht werden und dann nur ein kleines Zimmer fuer so viel Leute mit so dreckigen klamotten... Einfach ein kunterbuntes und witziges Wochenende!
Dann habe ich mich die Woche schon mit einem Amerikaner unterhalten, der seit 2 Jahren in Nigeria wohnt und Gelder der USA (500 000 000 Dollar im Jahr) an Aidsprojekte in Nigeria verteilt. Er ist Sozialpaedagoge und fuer den kompletten HIV/AIDS-Bereich im Land zustaendig. Was er erzaehlt und bereits erfahren hat war wahnsinnig spannend. Und selbst er meinte, dass er schon in einigen Laendern Afrikas gelebt hat, aber Nigeria sei da doch anders als das restliche Afrika. Er ist sich sicher wenn ich es hier schaffe, dann schaffe ich es ueberall auf der Welt und bekomme einen starken Charakter. Aber ich muss ehrlich sagen, so schlimm finde ich nigeria gar nicht:) Wuerde euch echt wahnsinnig gerne mein Leben hier zeigen wenn es nur fuer einen Tag waere. Moni du wuerdest die Krise bekommen;) Oder du waerst so ueberwaeltigt, dass du an Krise gar nicht denken koenntest...
Jetzt muss ich mich aber auf den Heimweg machen, denn sonst komm ich nach Hause wenn es dunkel wird und das wollen wir ja auch nicht. Meld mich mal wieder sobald ich die Moeglichkeit habe. Ach ja und Roecke sind das einzig wahre, was man hier anziehen kann... hab mich mittlerweile schon daran gewoehnt. (Hab ich das gerade geschrieben...?)
Liebe Gruesse,
die Tanja
Danke für deine super Spannende Meldung! Schön zu hören, dass du ein so tolles Wochenende hattest und auch ein wenig was von Nigeria gesehen hattest! Man kann richtig rauslesen, dass du mittlerwile voll angekommen bist und dich nigerianisiert hast. :) Bin schon sehr gespannt, das alles im März ebenfalls kennen zu lernen (und auch dich im Rock zu sehen ;) )
AntwortenLöschenViele Grüße aus dem nicht minder verrückten Sambia vom guten, alten Carsten
Na, mal ein ganz anderes Haustier für dich. Aber dafür wirst du ja evtl. jeden Tag mit einem Frühstücksei belohnt. Paß gut auf Amanda auf.
AntwortenLöschenMachs gut
M + P